Das Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom (MRK) ist eine angeborene Fehlbildung der weiblichen Geschlechtsorgane durch eine Hemmung der Müller´schen Gänge im zweiten Embryonalmonat und kommt bei ca 1:5000 aller Mädchen vor. Die Ursache ist unbekannt. Die Eierstocksfunktion (Hormonproduktion) ist nicht gestört, somit ist die normale Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale gesichert.

Folgende Symptome können gefunden werden:

  • Fehlen der Scheide
  • Zweigeteilte Gebärmutterteile, die nur aus zwei dünnen Gewebesträngen bestehen (Uterusleiste) und keine funktionsfähige Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) aufweisen
  • hochstehende Eierstöcke
  • Ausbleiben der Regelblutung
  • primäre Sterilität
  • Begleitfehlbildung der Nieren, der Harnwege und des Skelettsystems
  • Hernien

Behandlung

Bei angeborenem Fehlen der Scheide ist eine Neubildung (Neovagina) mittels einer Operation erforderlich, um diesen Frauen die Möglichkeit zu eröffnen, auf normalem Weg Geschlechtsverkehr haben zu können.

Um eine Neuschaffung der nicht angelegten Scheide zu erreichen, habe ich eine schon lange bekannte und ausgeübte Operationstechnik neu angepasst, die es mit wenig operativem Aufwand bei kurzem Aufenthalt im Spital, geringer Wundfläche und Schmerz ermöglicht, diese neue Scheide in nur einer Operation zu bilden. Der Eingriff findet in Allgemeinnarkose statt. Diese Operationsmethode ist nach Wharton-Sheares-George benannt.

Die geplante Operation besteht aus 2 Teilen:

  1. eine Bauchspiegelung (Laparoskopie)
  2. die Bildung eines Hohlraumes (zukünftige Scheide) an typischer Stelle zwischen der Harnblase und dem Enddarm